Spread bei Trade Republic, Degiro, Comdirect, Smartbroker, Consorsbank

Den meisten Aktieninvestoren ist sicherlich schon einmal das Wort „Spread“ über den Weg gelaufen. Aber weißt du auch, wie dieser deine Rendite negativ beeinflusst und mit welchen Tipps du ihn umgehen kannst? Das alles erfährst du in diesem Beitrag, damit du dein Geld nicht unnötig an deinen Broker verlierst.

Definition: Spread

Spread heißt übersetzt „Spreizung“ und ist quasi der Unterschied zwischen dem Angebot und der Nachfrage bei Wertpapieren. Mithilfe des Spreads finanzieren sich unter anderem die Börsen, die Händler sowie die Emittenten (v.a. bei Zertifikaten). 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem Geld- und einem Briefkurs:

  • Geld-/Angebots-/Bid-Kurs: Der Preis, zu dem der Käufer das Wertpapier
    „sofort“ kaufen kann.
  • Brief-/Nachfrage-/Ask-Kurs: Der Preis, zu dem der Verkäufer das Wertpapier
    „sofort“ verkaufen kann.

Die Differenz zwischen beiden Kursen gibt den Spread an. Es gilt dabei die Regel:
“Je größer der Spread ist, desto illiquider ist der Markt und der Handel wird teurer.

Am Beispiel der Adobe Aktie kannst du erkennen, dass die Uhrzeit einen sehr großen Einfluss auf den Spread hat. Im linken Beispiel wurde die Adobe Aktie um 15:24 Uhr (Außerbörslich) gekauft und im rechten Beispiel hingegen um 15:31 Uhr (US-Börsenzeit).

  • Kauf um 15:24 Uhr: 395,60 € – 393,80 € = 1,80 € (0,457 %)
  • Kauf um 15:31 Uhr: 395,10 € – 394,65 € = 0,45 € (0,114 %)

Bei einer Order von 5.000 € würdest du ganze 17,15 € sparen, wenn du zu den richtigen Uhrzeiten kaufst beziehungsweise verkaufst.  

Regeln zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren

Im Grunde sind die folgenden Regeln ganz einfach zu verstehen. Du sollst zu den Handelszeiten kaufen/verkaufen, wenn die örtlichen Börsen geöffnet haben. 

Möchtest du beispielsweise Anteile der Daimler AG als deutsches Unternehmen erwerben, so solltest du am besten zu Xetra Handelszeiten zwischen 9:00 und 17:30 Uhr kaufen. 

Der erwähnte Zeitraum gilt auch für alle anderen europäischen Unternehmen.

Handelt es sich um ein US-Unternehmen, wie beispielsweise Apple, dann kommt der Zeitraum von 15:30 bis 22:00 Uhr für dich infrage, wobei du auch auf die Zeitverschiebung achten musst. Die liquideste Zeit hast du demnach zwischen 15:30 und 17:30 Uhr, wenn sowohl die europäischen als auch die US-Börsen geöffnet haben.

Bei ETFs musst du aufpassen, denn sie haben einen Vergleichsindex und ein Domizil. So würde ich beispielsweise einen NASDAQ100 ETF mit Domizil in Deutschland am besten zu US-Handelszeiten kaufen, da die Kursentwicklung, sowie der Index aus den USA stammt. Der Spread ist hier dann am kleinsten. 

Bei Trade Republic wird über die L&S Exchange Hamburg gehandelt, die zwischen 7:30 bis 23:00 Uhr geöffnet hat. Selbstverständlich solltest du dich auch hier an die oben beschriebenen Handelszeiten halten, damit der Spread möglichst gering bleibt. 

Am Beispiel der Sixt Aktie, die hier erst gegen Mitternacht gehandelt wurde, ist der Spread extrem hoch, wie du am Beispiel sehen kannst. 

Ausnahmen

Verfolgst du eine außerbörsliche Strategie und ist der Spread zugleich sehr gering, dann kann ein Handel außerbörslich sinnvoll sein. 

Eine weitere Ausnahme kann sein, wenn du einen Informationsvorsprung gegenüber dem Markt hast und der aktuelle Spread nicht dem fairen Zukunftswert entspricht. Denk daran, dass dies eine Wette auf die Zukunft ist, da du nur selten auf legalem Wege mehr weißt als der Markt bereits eingepreist hat. 

Eine letzte denkbare Ausnahme, warum ein Handel außerbörslich sinnvoll sein kann ist, dass ein längeres Wochenende bevor steht und du deine Wertpapiere vor Verlusten  absichern möchtest.

 

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Achtung

Du solltest gerade bei Absicherungen eine Limit-Order setzen, damit du nicht zu überteuerten Preisen “sofort” kaufst. Zu den verschiedensten Orderarten habe ich dir bereits ein Artikel verfasst

Handelst du mit Zertifikaten, dann solltest du dir den Spread nochmal genauer anschauen. Oft haben Zertifikate zu volatilen Basiswerten einen sehr hohen Spread. Diese sehr hohe Differenz zwischen Kauf und Verkaufspreis musst du erstmal durch Rendite wieder erzielen, um insgesamt keinen Verlust zu machen (inklusive Handelskosten). 

Fazit: Der Spread beeinflusst deine tatsächliche Rendite 

In dem Artikel konntest du sehen, dass allein das Beachten der richtigen Handelszeiten einen enormen Einfluss auf deine Rendite hat. Du solltest bei deiner erzielten Rendite stets auf den Spread, sowie auf die Handelskosten achten. Diese “Nebenkosten” summieren sich schnell auf und belasten deine Gewinne. Denk immer daran, dass du zunächst diese Prozente durch deine Kursgewinne bzw. Dividenden erstmal reinholen musst, um überhaupt von Gewinnen reden zu können.

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