DAX schließt bei 25.607 Punkten: Chipwerte ziehen an, Mercedes und Boeing stürzen ab

Der DAX hat den Dienstag mit einem Plus von 0,77 Prozent bei 25.606,65 Punkten beendet. Getragen wurde der Anstieg von Chip- und Energietechnikwerten, gebremst von Mercedes-Benz, das seine Jahresziele kassiert hat. In New York legte der Nasdaq um 1,18 Prozent zu, während Boeing fast 11 Prozent verlor. Und das alles am Vorabend der Fed-Entscheidung.

Hallo und schön, dass du da bist. Der Tag hatte zwei Gesichter. Auf der einen Seite die KI-Fantasie, die seit dem Börsenantrag von Anthropic am Montag wieder voll da ist. Auf der anderen Seite Quartalszahlen, die bei Autobauern, Konsumgütern und Flugzeugbauern ziemlich ernüchternd ausfielen. Ich zeige dir, was die Kurse bewegt hat, welche Aktien aus der Reihe getanzt sind und worauf es in den nächsten Tagen ankommt.

Bulle und Bär vor der Frankfurter Wertpapierbörse, Börsenbericht zu DAX, Wall Street und Notenbanken
Foto: Thomas Richter, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Kurzfassung, falls du nicht alles lesen willst

  • DAX plus 0,77 Prozent auf 25.606,65 Punkte, Euro Stoxx 50 plus 0,8 Prozent auf 6.165 Punkte.
  • S&P 500 plus 0,60 Prozent, Nasdaq Composite plus 1,18 Prozent, Dow Jones fast unverändert.
  • Chipwerte gesucht: BE Semiconductor plus 11,4 Prozent, STMicro plus 7,1 Prozent, AMD plus 5 Prozent, Broadcom plus 4 Prozent.
  • Mercedes-Benz senkt die Prognose und verliert 3,9 Prozent. Boeing fällt nach den Zahlen um 10,7 Prozent.
  • Öl wird billiger, WTI rutscht unter 100 Dollar. Gold steigt auf rund 4.060 Dollar je Unze.
  • Am Mittwoch entscheidet die Fed, am Donnerstag die EZB, am Freitag die Bank of Japan.

Die Indizes im Überblick

Fast alle großen Indizes schlossen im Plus. Die Ausnahme war London: Der FTSE 100 verlor 0,8 Prozent, auch weil die Großbank HSBC nach ihren Quartalszahlen um 5,4 Prozent nachgab. In Paris, Zürich und Madrid ging es dagegen leicht nach oben. Die Tabelle zeigt die Schlussstände. Die US-Börsen hatten um 21 Uhr deutscher Zeit bereits geschlossen, weil in den USA die Sommerzeit noch bis zum 1. November gilt.

Index Schluss Veränderung
DAX 25.606,65 +0,77 %
Euro Stoxx 50 6.165 +0,8 %
FTSE 100 10.687 −0,8 %
CAC 40 7.887 +0,5 %
SMI 14.598 +0,4 %
S&P 500 7.722,60 +0,60 %
Nasdaq Composite 26.477,81 +1,18 %
Dow Jones 52.377,57 +0,03 %
Nikkei 225 63.268,37 +1,73 %

DAX: Plus trotz Autoschwäche

Der DAX startete leicht im Minus bei 25.369,81 Punkten, nachdem er am Montag bei 25.410,84 Punkten geschlossen hatte. Das Tagestief lag bei 25.340,21 Punkten, danach ging es fast den ganzen Tag bergauf. Kurz vor Schluss erreichte der Index 25.647,49 Punkte. Am Ende stand ein Gewinn von knapp 196 Punkten.

Ein Ausbruch ist das trotzdem nicht. Seit Wochen bewegt sich der DAX grob zwischen 25.000 und 25.500 Punkten, heute hat er die Oberkante nur knapp hinter sich gelassen. Steigt er darüber, nehmen viele Anleger Gewinne mit. Fällt er Richtung 25.000, kommen Käufer zurück. Seit Jahresbeginn liegt der Index nur knapp 4 Prozent vorn. Der Euro Stoxx 50 hat mit gut 5,5 Prozent etwas mehr geschafft.

Die Gewinnerliste im DAX war klar vom KI-Thema geprägt. Siemens Energy stieg um 4,4 Prozent auf 129,10 Euro, auch Infineon legte kräftig zu. Hochtief, Siemens, die Commerzbank und Heidelberg Materials waren ebenfalls gefragt. Bei der DHL Group halfen starke Zahlen des US-Konkurrenten UPS, die Aktie kratzt am 52-Wochen-Hoch.

Am anderen Ende stand Mercedes-Benz mit minus 3,9 Prozent. BMW und die Vorzüge von Volkswagen verloren jeweils knapp 1 Prozent, Rheinmetall 1,1 Prozent und SAP 0,4 Prozent. Beiersdorf gab nach den Quartalszahlen deutlich nach und zog Henkel leicht mit nach unten. Der europäische Autosektor näherte sich zeitweise seinem tiefsten Stand seit 2020.

Mercedes-Benz: Die nächste Prognosesenkung

Die schlechte Nachricht kam per Pflichtmitteilung. Mercedes erwartet für die Pkw-Sparte im laufenden Jahr nur noch eine bereinigte Umsatzrendite von 2 bis 3 Prozent. Bisher hatte der Konzern 3 bis 5 Prozent versprochen. Im dritten Quartal lag sie vorläufig bei 2,5 Prozent. Als Gründe nennt Mercedes das schwierige Geschäft in China und höhere Materialkosten.

Auch für den ganzen Konzern sieht es mauer aus. Das operative Ergebnis soll nur noch auf Vorjahresniveau liegen, nicht mehr deutlich darüber. Der freie Mittelzufluss im Industriegeschäft dürfte deutlich unter dem Vorjahr bleiben. Das tut Aktionären besonders weh. Weniger Cash heißt weniger Spielraum für Dividende und Aktienrückkäufe.

Die Aktie schloss bei 39,88 Euro und war damit Schlusslicht im DAX und im Euro Stoxx 50. Sie nähert sich dem tiefsten Stand seit sechs Jahren. Seit Mitte April notiert sie unter der 200-Tage-Linie, einer Marke, auf die viele Chartanalysten schauen. Die Analysten von JPMorgan rechnen damit, dass die Gewinnschätzungen für Mercedes jetzt um rund 10 Prozent sinken.

Porsche überrascht positiv, Beiersdorf enttäuscht

Ganz anders lief es bei Porsche. Der Sportwagenbauer aus dem MDax setzte im dritten Quartal zwar etwas weniger um als erwartet. Unterm Strich schrieb er aber wieder schwarze Zahlen und bestätigte den Jahresausblick. Gut kam vor allem der starke Zufluss an freien Mitteln an. Die Aktie stieg um 3,8 Prozent auf 43,18 Euro. Nach den vielen schlechten Nachrichten der vergangenen Monate reichte das den Anlegern.

Bei Beiersdorf fehlte das organische Wachstum. Die Klebstofftochter Tesa meldete einen organischen Rückgang von 4 Prozent, auch wegen Engpässen bei Halbleitern. Den Jahresausblick hat der Nivea-Hersteller bestätigt. Gereicht hat das nicht, die Aktie fiel zeitweise um mehr als 3 Prozent auf rund 81 Euro. Henkel verlor knapp 1 Prozent.

Zwei weitere Gewinnwarnungen gab es aus der zweiten Reihe. Suss Microtec, ein Ausrüster der Chipindustrie, erwartet für 2026 nur noch 405 bis 425 Millionen Euro Umsatz und eine EBIT-Marge von 5 bis 7 Prozent. Die Aktie fiel um 4 Prozent und hat seit dem Rekordhoch im Juni rund 60 Prozent verloren. Das IT-Haus Cancom senkte die Mitte seiner Umsatzprognose um 6 Prozent, die Aktie verlor ebenfalls 6 Prozent.

Silizium-Wafer von 2 bis 8 Zoll, Symbolbild für Chipaktien wie Infineon, AMD und Broadcom
Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Warum Chipaktien so gefragt waren

Der Auslöser liegt einen Tag zurück. Am Montag hat Anthropic, der Entwickler des KI-Assistenten Claude, seinen Börsenprospekt bei der US-Aufsicht eingereicht. Die Aktie soll an der Nasdaq unter dem Kürzel ANT gehandelt werden. Preisspanne und Termin stehen noch nicht fest. Das hat die Stimmung im ganzen KI-Sektor aufgehellt.

Am Dienstag kam der nächste Schub. Bank of America, Citi, Morgan Stanley und der Finanzinvestor Blackstone stellen 63 Milliarden Dollar bereit. Mit dem Geld kauft eine eigens gegründete Gesellschaft KI-Chips von Broadcom und vermietet sie an Anthropic. Geliefert werden soll ab 2027. Das ist eine Größenordnung, bei der selbst hartgesottene Händler kurz schlucken.

In Europa stieg der Technologiesektor um 2,0 Prozent. ASML gewann 2,8 Prozent, STMicroelectronics 7,1 Prozent. BE Semiconductor sprang um 11,4 Prozent nach oben, weil Applied Materials seinen Anteil an dem niederländischen Ausrüster von 9 auf rund 20 Prozent aufstockt. In Tokio hatte der Nikkei schon in der Nacht 1,73 Prozent gewonnen und damit drei Verlusttage beendet. Der Chiptester Advantest lag dort zeitweise 10 Prozent im Plus.

Wall Street: Nasdaq vorn, Boeing bremst den Dow

In New York war es der zweite Gewinntag in Folge. Der S&P 500 stieg um 45,83 Punkte auf 7.722,60. Der Nasdaq Composite legte um 308 Punkte auf 26.477,81 zu, der Nasdaq 100 gewann rund 1,3 Prozent. Der Dow Jones kam dagegen kaum vom Fleck und schloss mit einem Mini-Plus von 16 Punkten. Schuld war vor allem Boeing.

Gebäude der New York Stock Exchange an der Wall Street, Nasdaq und S&P 500 im Plus
Foto: Carlos Delgado, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Bei den Chipwerten setzte sich die Rally fort. Broadcom gewann 4 Prozent, AMD 5 Prozent und Micron fast 3 Prozent. Dazu kam eine Meldung aus dem Silicon Valley: Nvidia investiert 3 Milliarden Dollar in Meta. Meta will insgesamt bis zu 95 Milliarden Dollar einsammeln, um seine KI-Rechenzentren zu bezahlen. Der Hunger nach Rechenleistung ist also ungebrochen.

Boeing: Mehr Umsatz, aber zu viel Geduld verlangt

Boeing schloss bei 168,14 Dollar, ein Minus von 10,71 Prozent. Das war mit Abstand der schwächste Wert im Dow. Dabei sah der Umsatz gar nicht schlecht aus. Er stieg im dritten Quartal um 4 Prozent auf 24,19 Milliarden Dollar.

Das Problem steckt in zwei anderen Zahlen. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 34 Cent, erwartet waren 20 Cent. Und Boeing will die Produktion der 737 Max erst in der zweiten Hälfte 2027 von 47 auf 52 Flugzeuge im Monat erhöhen. Viele Anleger hatten auf einen früheren Termin gehofft. Außerdem hat der Konzern seine Auslieferungsprognose für 2026 gesenkt.

Konzernchef Kelly Ortberg setzt beim Hochlauf auf Sorgfalt statt Tempo. Nach den Qualitätsproblemen der vergangenen Jahre ist das nachvollziehbar. Anleger wollten trotzdem etwas anderes hören. Seit Jahresbeginn hat die Aktie damit rund 22 Prozent verloren.

Weitere Aktien, die heute auffielen

  • SoFi Technologies: plus 14 Prozent. Der Umsatz der Fintech-Bank stieg um 44 Prozent auf 1,39 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie lag bei 18 Cent. SoFi hob die Jahresziele an.
  • UPS: rund 3 Prozent höher. 22,9 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal, 6,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr erwartet UPS jetzt rund 92,6 statt 91,2 Milliarden Dollar.
  • Coca-Cola: hob die Prognose zum dritten Mal in diesem Jahr an. Der vergleichbare Gewinn je Aktie soll um mindestens 11 Prozent wachsen.
  • PayPal: verfehlte mit 8,58 Milliarden Dollar die Umsatzerwartung, hob aber die Gewinnprognose an.
  • Novartis: plus 1 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,46 Dollar rund 7 Prozent über den Schätzungen.
  • HSBC: minus 5,4 Prozent nach den Quartalszahlen, das belastete den Londoner Markt.

Öl, Gold und Euro

Öl wurde am Dienstag spürbar billiger. Die Nordseesorte Brent ging mit gut 113,80 Dollar je Fass aus dem Handel, ein Minus von rund 1,7 Prozent. Die US-Sorte WTI fiel um 1,83 Prozent auf 99,90 Dollar und damit wieder unter die Marke von 100 Dollar. Auslöser waren Äußerungen aus Teheran: Irans oberster Führer Mojtaba Khamenei und Mohsen Rezaei haben öffentlich über Bedingungen für ein Ende des Konflikts gesprochen.

Billig ist Öl damit natürlich noch lange nicht. Die hohen Energiepreise sind ein Hauptgrund dafür, dass die Inflation in Europa und den USA wieder anzieht. Im Euroraum lag sie im September bei 3,7 Prozent. Genau deshalb stehen die Notenbanken unter Druck, und genau deshalb reagiert der Markt so empfindlich auf jede Nachricht aus dem Nahen Osten.

Gold war gefragt. Die Feinunze kostete am Abend rund 4.060 Dollar, 1,2 Prozent mehr als am Vortag. Umgerechnet sind das gut 117 Euro je Gramm. Silber stieg um 0,8 Prozent auf gut 54 Dollar. Der Euro gab leicht nach und kostete zuletzt 1,1135 Dollar nach 1,1172 Dollar am Montag. Für dich als Anleger in Euro heißt das: US-Aktien im Depot haben heute ein kleines bisschen extra gewonnen. Bitcoin legte um etwa 1 Prozent auf rund 80.500 Dollar zu.

Rohstoffe und Devisen am Abend

  • Brent: rund 113,80 Dollar (−1,7 %)
  • WTI: 99,90 Dollar (−1,83 %)
  • Gold: rund 4.060 Dollar je Unze (+1,2 %)
  • Silber: 54,38 Dollar (+0,8 %)
  • Euro: 1,1135 Dollar (−0,3 %)
  • Bitcoin: rund 80.500 Dollar (+1 %)

Was bringen Fed, EZB und Bank of Japan?

Die US-Notenbank hat am Dienstag ihre zweitägige Sitzung begonnen. Im September hatte sie den Leitzins auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Jetzt wird diskutiert, ob die höher als erwartet ausgefallene Inflation einen weiteren Schritt nötig macht. Der Terminmarkt glaubt das für Mittwoch nicht: Laut CME liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung bei nur rund 10 Prozent.

Spannend wird also der Ton. Die Entscheidung kommt am Mittwoch um 19 Uhr deutscher Zeit, um 19:30 Uhr beginnt die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh. Klingt er nach einer Erhöhung im Dezember, dürfte das gerade die hoch bewerteten Tech-Aktien treffen, die heute so gut gelaufen sind.

Am Donnerstag ist die EZB dran. Auch hier wird eine Pause erwartet, der Einlagensatz dürfte bei 2,50 Prozent bleiben. Entscheidend ist, was Christine Lagarde zum Dezember sagt. Am Freitag folgt die Bank of Japan. Sie dürfte ihren Leitzins bei 1,25 Prozent lassen. Am Geldmarkt ist für Dezember zu etwa 80 Prozent eine Erhöhung eingepreist. Für den Yen und damit für japanische Aktien zählt vor allem dieser Ausblick.

Der Blick auf die nächsten Tage

Die nächsten drei Tage sind vollgepackt. Am Mittwochabend legen Alphabet und Microsoft nach US-Börsenschluss ihre Quartalszahlen vor, also nur gut zwei Stunden nach der Fed-Entscheidung. Am Donnerstag folgt Amazon. Bei allen drei geht es um eine Frage: Rechnen sich die gewaltigen Investitionen in KI-Rechenzentren? Was Analysten im Einzelnen erwarten, habe ich in meinem Artikel zu den Quartalszahlen von Alphabet, Microsoft und Amazon zusammengefasst.

Am Donnerstagnachmittag kommen außerdem die erste Schätzung zum US-Wachstum im dritten Quartal und die PCE-Inflationsdaten. In Deutschland geht die Berichtssaison weiter, viele DAX-Konzerne legen in den kommenden Tagen ihre Zahlen vor. Nach dem Mercedes-Schock werden Anleger bei den Autobauern besonders genau hinsehen. Dazu kommen die Parlamentswahlen in Israel. Sie könnten für die weitere Iran-Politik und damit für den Ölpreis wichtig werden.

Meine Einschätzung: Der heutige Anstieg war eher ein Warmlaufen als ein Aufbruch. Der DAX klebt an der Oberkante seiner Spanne. Für einen echten Ausbruch braucht es wohl überzeugende Zahlen der US-Techriesen und eine Fed, die nicht nach weiteren Erhöhungen klingt. Kommt beides schlecht zusammen, kann es genauso schnell wieder Richtung 25.000 Punkte gehen.

Was heißt das für dein Depot?

Wenn du einen breiten ETF auf den MSCI World oder den S&P 500 besparst, musst du wegen eines solchen Tages nichts tun. Die nächsten Tage können holprig werden, aber genau dafür ist ein Sparplan gemacht. Fällt der Kurs, kaufst du automatisch mehr Anteile.

Wer Einzelaktien wie Mercedes oder Boeing hält, sollte sich die Gründe für den Absturz genau ansehen. Bei Mercedes ist es ein schwächeres Geschäft in China, das sich nicht in einem Quartal dreht. Bei Boeing geht es eher um Zeit: Die Nachfrage nach Flugzeugen ist da, nur die Produktion kommt nicht hinterher.

Ein Depot für Aktien und ETFs bekommst du bei jedem großen Online-Broker. Bei Scalable Capital * und Trade Republic * kannst du Einzelaktien und ETFs auch als Sparplan anlegen. Bei finanzen.net zero * sind Orders ab 500 Euro laut Anbieter kostenlos. Wer direkt an US-Börsen handeln will, kann sich CapTrader * ansehen.

Fazit

Ein guter Tag für Chipaktien, ein schlechter für Mercedes und Boeing. Der DAX hat 0,77 Prozent gewonnen, der Nasdaq 1,18 Prozent, und Öl ist etwas billiger geworden. Die eigentliche Entscheidung fällt aber erst ab Mittwochabend: Fed, Alphabet und Microsoft innerhalb weniger Stunden. Bis dahin ist der Markt freundlich, aber nicht sorglos.

Häufige Fragen

Warum ist die Mercedes-Aktie heute so stark gefallen?

Mercedes hat die Prognose für die Umsatzrendite der Pkw-Sparte von 3 bis 5 Prozent auf 2 bis 3 Prozent gesenkt. Gründe sind das schwache China-Geschäft und höhere Materialkosten. Auch der freie Mittelzufluss soll deutlich unter dem Vorjahr liegen. Die Aktie verlor 3,9 Prozent.

Warum sind Chipaktien heute gestiegen?

Anthropic hat am Montag seinen Börsengang an der Nasdaq beantragt. Am Dienstag folgte eine Finanzierung über 63 Milliarden Dollar für KI-Chips von Broadcom, die an Anthropic vermietet werden. Beides hat die Hoffnung auf weiter hohe Nachfrage nach Chips gestärkt.

Warum ist Boeing eingebrochen?

Der Quartalsverlust war höher als erwartet, und Boeing will die Produktion der 737 Max erst in der zweiten Hälfte 2027 auf 52 Flugzeuge im Monat steigern. Außerdem hat der Konzern die Auslieferungsprognose für 2026 gesenkt. Die Aktie fiel um 10,7 Prozent.

Wann entscheidet die Fed über den Leitzins?

Am Mittwoch um 19 Uhr deutscher Zeit. Der Markt rechnet nur mit rund 10 Prozent Wahrscheinlichkeit mit einer Zinserhöhung. Wichtiger dürfte sein, was die Fed über die nächsten Schritte sagt.

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