Aktien-Gewinner der Woche: Carvana, Stellantis, Regeneron und die Pharma-Rally

Carvana hat in der Woche vom 26. bis 30. Oktober gut 18 Prozent zugelegt, Stellantis in Mailand mehr als 16 Prozent. Dahinter folgen Chipotle, Regeneron, General Motors und Bayer mit jeweils rund 15 Prozent Plus. Während Software und Chips abgestraft wurden, floss das Geld in Autowerte, Pharma und Rüstung. Hier erfährst du, was hinter jedem einzelnen Gewinner steckt und wie es weitergehen könnte.

Hallo und schön, dass du da bist. Die Woche hatte nicht nur Verlierer, auch wenn die großen Abstürze bei Intel, ServiceNow und Reddit die Schlagzeilen bestimmt haben. Die Einordnung dieser Verluste findest du in unserem Artikel über die Aktien-Verlierer der Woche, den Überblick über Indizes und Notenbanken im Wochenrückblick. Hier geht es um die andere Seite.

Balkengrafik der größten Aktiengewinner der Woche: Carvana plus 18,1 Prozent, Stellantis plus 16,5 Prozent, Chipotle plus 15,9 Prozent
Grafik: finanzimpuls.net

Kurzfassung, falls du nicht alles lesen willst

  • Carvana (+18,1 %): Umsatz plus 42 Prozent, deutlich über den Erwartungen, dazu ein bestätigter Gewinnausblick am oberen Ende.
  • Stellantis (+16,5 %): Der Verlust ist fast verschwunden, die Firma stellt für 2027 wieder positiven freien Cashflow in Aussicht.
  • Pharma stark: Regeneron, Eli Lilly, Gilead, AstraZeneca und Sanofi überzeugen mit ihren Quartalszahlen.
  • Autowerte gefragt: Neben Stellantis legen General Motors und Porsche zweistellig zu.
  • Das Muster: Gewonnen haben Firmen, die die Erwartungen übertroffen und gleichzeitig die Prognose angehoben oder bestätigt haben.

Die Gewinner der Woche im Überblick

Die Tabelle vergleicht die Schlusskurse vom Freitag, 30. Oktober, mit denen vom Freitag davor. US-Werte in Dollar, europäische Werte in Euro, AstraZeneca in Pence an der Londoner Börse.

Aktie Schluss 23.10. Schluss 30.10. Woche
Carvana 57,81 $ 68,29 $ +18,1 %
Stellantis (Mailand) 3,56 € 4,14 € +16,5 %
Chipotle 27,52 $ 31,89 $ +15,9 %
Regeneron 805,02 $ 927,89 $ +15,3 %
General Motors 75,92 $ 87,40 $ +15,1 %
Bayer 43,98 € 50,58 € +15,0 %
SoFi Technologies 14,62 $ 16,76 $ +14,7 %
Porsche AG 41,60 € 46,72 € +12,3 %
Eli Lilly 1.273,46 $ 1.417,54 $ +11,3 %
Gilead Sciences 156,04 $ 170,68 $ +9,4 %
L3Harris 253,97 $ 277,61 $ +9,3 %
AstraZeneca (London) 12.824 p 13.960 p +8,9 %
KLA 145,61 $ 157,91 $ +8,4 %
Deutsche Bank 27,93 € 30,08 € +7,7 %
Sanofi 74,12 € 79,74 € +7,6 %
Tesla 372,22 $ 399,81 $ +7,4 %

Carvana: Der Gebrauchtwagenhändler wächst schneller als erwartet

Carvana stieg am Donnerstag nach den Quartalszahlen um 15 bis 17 Prozent. Über die Woche ging es von 57,81 auf 68,29 Dollar, ein Plus von 18,1 Prozent. Damit war der Online-Gebrauchtwagenhändler der stärkste große Wert der Woche.

Die Zahlen erklären den Sprung. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 42 Prozent auf 8,04 Milliarden Dollar, erwartet waren 7,67 Milliarden. Carvana verkaufte 217.385 Fahrzeuge an Endkunden, 39 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 800 Millionen Dollar, der Nettogewinn bei 483 Millionen. Nur der Gewinn je Aktie fiel mit 0,39 Dollar etwas niedriger aus als die erwarteten 0,44 Dollar. Das störte kaum jemanden. Wichtiger war der Ausblick: Beim bereinigten EBITDA für 2026 erwartet Carvana nun das obere Ende der Spanne von 2,7 bis 3,0 Milliarden Dollar.

Was Analysten sagen

Die Reaktionen fielen sehr positiv aus. Morgan Stanley nennt Carvana einen „Top Pick“ mit Kursziel 88 Dollar. Jefferies sieht ebenfalls 88 Dollar, BTIG 82 Dollar und Needham sogar 100 Dollar. Carvana selbst hat ein langfristiges Ziel von 3 Millionen verkauften Autos pro Jahr und einer bereinigten EBITDA-Marge von 13,5 Prozent. Dazu kommt eine Refinanzierung der Schulden, die jährlich rund 45 Millionen Dollar an Zinsen spart.

Einordnung und Blick nach vorn

Carvana ist ein Comeback-Fall. Vor wenigen Jahren stand das Unternehmen am Rand der Pleite, heute wächst es profitabel. Die Aktie bleibt aber schwankungsanfällig, weil viel Zukunft eingepreist ist. Entscheidend wird, ob das Absatzwachstum von fast 40 Prozent auch bei höheren Zinsen für Autokredite hält. Gelingt das, haben die Analysten mit ihren Kurszielen noch Luft nach oben eingeplant.

Stellantis: Die Wende ist sichtbar

Stellantis legte am Mittwoch in Mailand um 13 bis 15 Prozent zu. Auf Wochensicht ging es von 3,56 auf 4,14 Euro, ein Plus von 16,5 Prozent. Für einen der größten Autokonzerne der Welt ist das ein ungewöhnlich großer Sprung.

Der Konzern hinter Marken wie Peugeot, Fiat, Opel und Jeep setzte im dritten Quartal 37,6 Milliarden Euro um. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 256 Millionen Euro, der Verlust verringerte sich um rund 90 Prozent. Das klingt nicht spektakulär, aber die Richtung zählt. Stellantis hatte in den vergangenen Quartalen hohe Verluste geschrieben. Jetzt nähert sich das Unternehmen wieder der Gewinnzone. Dazu kommt ein konkretes Versprechen: Für 2027 erwartet Stellantis wieder einen positiven freien Cashflow, und bis 2028 sollen die Einsparungen über 6 Milliarden Euro erreichen.

Wie tief Stellantis gefallen war, zeigt der Chart über ein Jahr. Trotz des Sprungs in dieser Woche notiert die Aktie noch weit unter dem Niveau von vor einem Jahr. Genau das macht die Bewegung so stark: Bei niedrigen Erwartungen reicht schon ein Zeichen der Besserung. Ob die Wende hält, zeigt sich in den nächsten Quartalen beim Cashflow.

Chipotle: Die Kunden kommen zurück

Chipotle stieg nachbörslich nach den Zahlen am 28. Oktober um rund 7 Prozent und setzte den Lauf danach fort. Auf Wochensicht stehen 15,9 Prozent Plus. Die Restaurantkette lieferte genau das, worauf Anleger gewartet hatten: Die Umsätze in bestehenden Restaurants stiegen um 2,1 Prozent und damit stärker als erwartet. Vor allem kamen wieder mehr Gäste. Die Kundenfrequenz war zuvor die große Schwachstelle gewesen.

Der Gesamtumsatz wuchs um 9,6 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,27 Dollar zwar leicht unter den erwarteten 0,29 Dollar. In der Restaurantbranche zählt aber zuerst die Frequenz. Und die zeigte nach oben.

Die Erholung bei den Gästen ist noch frisch. Wenn sich der Trend bei den Gästen bestätigt, hat die Aktie Spielraum. Wenn nicht, war es ein kurzer Ausreißer.

Laptop und Smartphone auf einem Schreibtisch mit steigenden grünen Kurscharts

Pharma: Die heimlichen Sieger der Woche

Kein Sektor hat in dieser Woche so viele Gewinner hervorgebracht wie Pharma. Regeneron, Eli Lilly, Gilead, AstraZeneca und Sanofi meldeten durchweg starke Zahlen. Das passt ins Bild einer Woche, in der Anleger aus teuren Tech-Werten in verlässlichere Gewinne umgeschichtet haben.

Balkengrafik zur Wochenbilanz von Pharma-Aktien: Regeneron, Bayer, Eli Lilly, Gilead, AstraZeneca und Sanofi im Plus
Grafik: finanzimpuls.net

Regeneron: Umsatz plus 36 Prozent

Regeneron sprang am Freitag um 13 Prozent auf ein Zweijahreshoch. Auf Wochensicht stehen 15,3 Prozent Plus. Der Umsatz stieg um 36 Prozent auf 5,12 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 20,07 Dollar. Getragen wurde das von mehreren Medikamenten gleichzeitig: dem Entzündungsmittel Dupixent, das Regeneron gemeinsam mit Sanofi vermarktet, dem Augenmittel Eylea HD und dem Krebsmittel Libtayo. Dazu kommt eine erweiterte Zusammenarbeit mit Sanofi.

Für Regeneron ist das wichtig, weil die Sorge um das ältere Eylea lange auf dem Kurs gelastet hat. Wenn Eylea HD und Dupixent die Lücke füllen, ist diese Sorge kleiner geworden.

Eli Lilly: Die Abnehmspritze bleibt der Motor

Eli Lilly stieg am Donnerstag um 6,6 Prozent und beendete die Woche mit 11,3 Prozent Plus bei 1.417,54 Dollar. Der Umsatz im dritten Quartal wuchs um 39 Prozent auf 24,4 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 7,48 Dollar klar über den erwarteten 6,61 Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet Lilly nun 91 bis 92 Milliarden Dollar Umsatz. Der Großteil des Wachstums kommt aus den Mitteln gegen Diabetes und Übergewicht.

Gilead: HIV-Geschäft wächst zweistellig

Gilead verdiente im dritten Quartal bereinigt 2,55 Dollar je Aktie, erwartet waren 2,17 Dollar. Der Produktumsatz lag bei 8,3 Milliarden Dollar, das HIV-Geschäft wuchs um 18 Prozent auf 6,2 Milliarden. Allein das HIV-Mittel Biktarvy brachte 4,1 Milliarden Dollar. Die Jahresprognose liegt nun bei 31,0 bis 31,3 Milliarden Dollar. Am Freitag legte die Aktie 3,06 Prozent zu, auf Wochensicht 9,4 Prozent.

Einen Haken gibt es: Die US-Krankenversicherung Medicare senkt den Preis für Biktarvy ab 2028 um 38 Prozent. Das ist bekannt, wird aber in den kommenden Jahren auf das wichtigste Produkt drücken. Gilead muss bis dahin mit neuen Mitteln gegensteuern.

AstraZeneca und Sanofi: Europa zieht mit

AstraZeneca stieg am Freitag in London um rund 7 Prozent, über die Woche um 8,9 Prozent. Der Umsatz wuchs um 7 Prozent auf 16,21 Milliarden Dollar, der Kerngewinn je Aktie lag mit 2,79 Dollar über den erwarteten 2,59 Dollar. Die Krebssparte legte um 17 Prozent zu. Außerdem will AstraZeneca 1,5 Milliarden Dollar einsparen und das Geld in die Forschung stecken.

Sanofi gewann am Freitag rund 6 Prozent und in der Woche 7,6 Prozent. Der Umsatz lag bei 14,44 Milliarden Euro, währungsbereinigt ein Plus von 14,3 Prozent. Der Geschäftsgewinn je Aktie stieg um 22 Prozent auf 3,55 Euro. Dupixent wuchs um 34,8 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Sanofi hob die Prognose an. Der neue Chef Garijo signalisierte zudem, dass er offen für größere Übernahmen ist.

Bayer: Rückenwind von zwei Seiten

Bayer haben wir im Wochenrückblick schon ausführlich besprochen, deshalb hier nur kurz. Die Aktie stieg in der Woche um 15,0 Prozent auf 50,58 Euro. Getragen wurde das von der Zulassung des Gerinnungshemmers Asundexian in China, guten Daten zum Krebsmittel Nubeqa und einem Sieg vor einer Jury in St. Louis am Freitag. Der geplante Sammelvergleich über bis zu 7,25 Milliarden Dollar zu den Glyphosat-Klagen ist aber noch nicht genehmigt. Das bleibt das größte Risiko für die Aktie.

Nahaufnahme eines Monitors mit einem Börsenchart

Autowerte: General Motors und Porsche

Neben Stellantis und Carvana gab es in der Autobranche noch zwei weitere große Gewinner. Die Gründe waren aber ganz unterschiedlich.

General Motors: Der Wechsel an die Nasdaq

General Motors stieg in der Woche um 15,1 Prozent auf 87,40 Dollar. Die Quartalszahlen lagen da schon hinter dem Konzern, sie kamen am 20. Oktober, zusammen mit einem Aktienrückkauf über 20 Milliarden Dollar. In dieser Woche sorgte etwas anderes für Schwung: GM wechselt zum 17. November von der New Yorker Börse NYSE an die Nasdaq. Damit wird die Aktie ein möglicher Kandidat für den Nasdaq 100. Kommt es dazu, müssten Indexfonds sie kaufen. Außerdem passt der Wechsel zum Bild, das GM von sich zeichnet: weniger klassischer Autobauer, mehr Technologiekonzern.

Porsche AG: Ausblick bestätigt

Die Porsche AG legte in der Woche um 12,3 Prozent auf 46,72 Euro zu. Am 27. Oktober meldete der Sportwagenbauer für die ersten neun Monate ein operatives Ergebnis von 1,74 Milliarden Euro bei einer Marge von 6,9 Prozent. Das ist weit entfernt von früheren Werten, aber Porsche bestätigte den Ausblick. Dazu kam ein Netto-Cashflow von 2,5 Milliarden Euro. Die neue Strategie heißt „Wert statt Volumen“: weniger Autos, aber mit höheren Preisen. Das reichte, um Käufer anzulocken.

Finanzwerte: SoFi und Deutsche Bank

SoFi: Kreditvergabe plus 71 Prozent

Die Online-Bank SoFi stieg nach den Zahlen am 27. Oktober um 11 bis 13 Prozent, auf Wochensicht um 14,7 Prozent. SoFi vergab im dritten Quartal Kredite über 16,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 71 Prozent. Der Umsatz im Kreditgeschäft lag bei 807 Millionen Dollar, der Gesamtumsatz bei 1,4 Milliarden Dollar und der Nettogewinn bei 241 Millionen Dollar. Die Zahl der Mitglieder wuchs um 35 Prozent auf 17,1 Millionen. Die Jahresprognose hob SoFi auf 5,04 Milliarden Dollar Umsatz an.

Deutsche Bank: Rekord für ein drittes Quartal

Die Deutsche Bank verdiente im dritten Quartal 1,9 Milliarden Euro nach Steuern, so viel wie noch nie in einem dritten Quartal. Am Mittwoch stieg die Aktie um 3,5 bis 4 Prozent, am Freitag gab sie 2,6 Prozent ab. Unterm Strich steht ein Wochenplus von 7,7 Prozent auf 30,08 Euro. Die Kursziele der Analysten liegen zwischen 38 und 41 Euro, also deutlich höher. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 35,85 Euro.

Technik und Rüstung: KLA, L3Harris und Tesla

KLA: Chipausrüster trotzt der Intel-Schwäche

Während Intel abstürzte, konnte KLA zulegen. Der Hersteller von Prüf- und Messgeräten für die Chipproduktion setzte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 4,14 Milliarden Dollar um, erwartet waren 4,04 Milliarden. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,22 Dollar. Für das laufende Quartal erwartet KLA 4,7 Milliarden Dollar plus oder minus 0,2 Milliarden und einen Gewinn von 1,44 Dollar je Aktie. Der Konsens lag bei 4,49 Milliarden und 1,36 Dollar. Am Tag nach den Zahlen stieg die Aktie um 5,4 Prozent, in der Woche um 8,4 Prozent. Das zeigt: Die Chipfertigung für KI läuft weiter, auch wenn der PC-Markt schwächelt.

L3Harris: Rekord-Auftragsbestand

Der Rüstungskonzern L3Harris stieg am Donnerstag um 6,8 Prozent, in der Woche um 9,3 Prozent. Der Umsatz wuchs um 7 Prozent auf 6,06 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,28 Dollar. Der Auftragsbestand erreichte mit 53,2 Milliarden Dollar einen Rekord. Für das Gesamtjahr erwartet L3Harris 23,5 bis 23,7 Milliarden Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie von 12,25 bis 12,35 Dollar.

Tesla: Bester Wert der großen Tech-Konzerne

Tesla war mit 7,4 Prozent Plus der beste Wert unter den sieben großen US-Technologiekonzernen. Zahlen gab es keine. Den Schub brachte eine Hochstufung durch Barclays, bei der auch Spekulationen über ein Zusammengehen mit SpaceX eine Rolle spielten, sowie eine Bewertung des Robotaxi-Geschäfts durch die Fondsgesellschaft ARK. Das ist typisch für Tesla: Die Aktie bewegt sich oft mehr wegen Zukunftsfantasien als wegen aktueller Zahlen.

Laborbank mit Glasfläschchen, Pipette und Tablettenblistern

Was die Gewinner gemeinsam haben

Auf der Gewinnerseite zeigt sich das umgekehrte Muster der Verlierer. Die meisten Gewinner haben nicht nur gute Zahlen geliefert, sondern auch beim Ausblick überzeugt. Carvana bestätigte das obere Ende der Prognose, Eli Lilly, Gilead, Sanofi und SoFi hoben ihre an, Porsche und Stellantis gaben zumindest klare Signale für eine Besserung.

Aktie Hauptgrund Ausblick
Carvana Umsatz +42 %, Absatz +39 % EBITDA am oberen Ende
Stellantis Verlust um 90 % verringert Positiver Cashflow 2027
Chipotle Mehr Gäste, Umsatz +9,6 % Erholung der Frequenz
Regeneron Umsatz +36 % Breitere Produktbasis
General Motors Wechsel an die Nasdaq Ab 17. November
SoFi Kreditvergabe +71 % Prognose angehoben
Eli Lilly Umsatz +39 % 91 bis 92 Mrd. $ Umsatz
KLA Starke Nachfrage aus der Chipfertigung Über dem Konsens

Der zweite gemeinsame Nenner ist die Bewertung. Einige Gewinner kamen von niedrigen Niveaus. Stellantis etwa notiert trotz des Sprungs noch weit unter dem Kurs von vor einem Jahr. Bei solchen Werten reicht schon ein Zeichen der Besserung für einen kräftigen Anstieg. Pharma und Rüstung profitierten zusätzlich davon, dass Anleger Geld aus teuren Tech-Werten abzogen und in Firmen mit planbaren Gewinnen steckten.

Was heißt das für dein Depot?

Diese Woche zeigt gut, warum Streuung über Branchen sinnvoll ist. Während Software und PC-Werte abstürzten, gewannen Pharma, Autos und Rüstung. Wer nur auf einen Sektor setzt, bekommt die volle Wucht solcher Umschichtungen ab. Ein breites Depot gleicht sie zum Teil aus.

Nach starken Kurssprüngen ist es außerdem sinnvoll, nicht sofort hinterherzulaufen. Ein Plus von 15 Prozent in einer Woche bedeutet nicht, dass es so weitergeht. Oft wird ein Teil davon wieder abgegeben. Wer langfristig investieren möchte, baut am besten mit einem ETF-Sparplan eine breite Basis auf und ergänzt sie gezielt um Einzelwerte. Das geht günstig bei Neobrokern wie Scalable Capital * oder finanzen.net zero *.

Fazit

Die Gewinner der Woche kamen aus ganz anderen Ecken als die Verlierer. Carvana und Stellantis zeigten, dass Autowerte nach schweren Jahren wieder überraschen können. Die Pharmakonzerne lieferten fast durchgehend über den Erwartungen. Und bei GM und Tesla reichten Börsenwechsel und Fantasie für zweistellige oder knapp einstellige Gewinne. Gemeinsam ist den meisten ein überzeugender Ausblick. Genau der hat bei den Verlierern der Woche gefehlt.

Häufige Fragen

Welche Aktie hat in der Woche vom 26. bis 30. Oktober am meisten gewonnen?

Unter den großen internationalen Werten war Carvana der stärkste Gewinner. Die Aktie stieg von 57,81 auf 68,29 Dollar, ein Plus von 18,1 Prozent. Auslöser waren Quartalszahlen mit 42 Prozent Umsatzwachstum.

Warum sind Pharma-Aktien in dieser Woche gestiegen?

Regeneron, Eli Lilly, Gilead, AstraZeneca und Sanofi haben die Erwartungen mit ihren Quartalszahlen übertroffen. Mehrere Konzerne hoben ihre Prognose an. Dazu kam eine Umschichtung aus teuren Tech-Werten in Firmen mit planbaren Gewinnen.

Warum ist die Stellantis-Aktie so stark gestiegen?

Stellantis hat den Verlust im dritten Quartal um rund 90 Prozent verringert und erwartet für 2027 wieder einen positiven freien Cashflow. Die Aktie stieg am Mittwoch um 13 bis 15 Prozent, in der Woche um 16,5 Prozent.

Warum ist General Motors ohne neue Zahlen gestiegen?

GM wechselt zum 17. November von der NYSE an die Nasdaq. Anleger spekulieren auf eine spätere Aufnahme in den Nasdaq 100, was Käufe von Indexfonds auslösen würde. Die Aktie stieg in der Woche um 15,1 Prozent.

Ist es sinnvoll, die Gewinner jetzt noch zu kaufen?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Nach großen Kurssprüngen wird oft ein Teil der Gewinne wieder abgegeben. Entscheidend ist, ob die Firma die guten Zahlen in den nächsten Quartalen bestätigt. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

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