Was kaufen die Großen, wenn du noch überlegst? Im Video vom 06.06.2026 geht es um 13F-Meldungen und um Pflichtangaben aus dem US-Kongress – nicht um hellseherische Tipps. Berkshire stockt Alphabet auf, die Gates-Stiftung verkauft Microsoft komplett, Hedgefonds drehen Richtung KI-Infrastruktur. Parallel dazu tauchen Politiker-Trades auf, die den S&P 500 hinter sich lassen. Das ist Information, kein Nachmach-Rezept.
CapTrader *
finanzen.net zero Depot *
Trade Republic *
Scalable Capital Depot *
Das Video findest du hier:
Kurzfassung, falls du nicht alles lesen willst
- Berkshire: größter Kauf Alphabet (u. a. +36,4 Mio. Class-A-Anteile, grob 11 Mrd. USD). Neu: Delta. Raus bzw. kräftig runter: Chevron, Amazon, Domino’s, UnitedHealth, Visa, Mastercard.
- Gates Foundation: Microsoft komplett verkauft, rund 3,7 Mrd. USD. Muss keine fundamentale Bankrotterklärung sein.
- Dalio / Ackman: Chips und KI-Infrastruktur rauf, Software oft runter. Ackman baut Microsoft wieder groß auf.
- US-Politiker: Trades ab 1.000 USD binnen 45 Tagen öffentlich. Trump-Trust: 3.600+ Trades in drei Monaten, Range 220–750 Mio. USD.
- Auffällig: Marvell-Kauf mit etwa 70 % bis zur Meldung. Ein Abgeordneter mit Zehntausenden Trades und starker Outperformance zum S&P 500.
- Meistgehandelte Namen im Kapitol: Nvidia, Microsoft, Alphabet, Amazon, Apple, Broadcom, AMD, Meta, Micron, ASML.
Was 13F und Politiker-Meldungen überhaupt sind
Große US-Fonds müssen quartalsweise offenlegen, welche US-Aktien sie halten. Das kommt verzögert. Du siehst nicht den Tick von gestern, sondern den Stand von vor Wochen. Trotzdem siehst du Rotation: wohin das große Geld läuft, wo es den Raum verlässt.
US-Politiker, Präsident, Vize, Kabinett, bestimmte Mitarbeiter, Ehepartner und Kinder müssen Trades ab 1.000 USD innerhalb von 45 Tagen melden. Manches kommt früher. Die gemeldeten Größen sind Bandbreiten, keine Cent-Beträge. Deshalb stehen im Text Ranges, keine Fantasie-Genauigkeit.
In Deutschland gibt es diese Politiker-Transparenz so nicht. Was im Bundestagdepot liegt, bleibt Vermutung. Die US-Listen sind öffentlich – und trotzdem keine Blaupause für dein Depot bei finanzen.net zero * oder Trade Republic *.
Berkshire Hathaway: Alphabet rauf, Klassiker raus
Der größte Brocken im Video: Berkshire stockt Alphabet massiv auf. Genannt werden rund 36,4 Millionen zusätzliche Class-A-Anteile – grob 11 Milliarden USD – plus etwa 3,6 Millionen Class-C-Aktien. Die Position wächst damit sehr deutlich. Ob das „Buffett höchstpersönlich“ oder das Team war, ändert an der Meldung nichts.
Neue Position: Delta Air Lines, Einstieg um 2,65 Milliarden USD. Typisch Buffett-Kosmos: Versicherer, Banken, zwischendurch eine Airline. Ob man das nachbaut, ist eine andere Frage.
Auf der Verkaufsseite:
- Chevron: knapp 46 Millionen Aktien raus, rund 8,2 Milliarden USD
- Komplett oder weitgehend weg: Amazon, Domino’s Pizza, UnitedHealth
- Visa und Mastercard zu größeren Teilen reduziert – das passt zu einem breiteren Bild: weniger Wachstumserwartung bei den Kartenriesen
„Im Nachhinein ist man immer schlauer.“ Eine 13F-Seite ist kein Kaufsignal für Montag früh.
Gates Foundation verkauft Microsoft – Ackman kauft Microsoft
Die Bill & Melinda Gates Foundation hat sich komplett von Microsoft getrennt, Positionswert rund 3,7 Milliarden USD, ohne große sichtbare Ersatzkäufe in derselben Meldung. Das kann Allokation der Stiftung sein, Governance, familiäre Struktur – nicht zwingend „Microsoft ist vorbei“.
Gleichzeitig baut Bill Ackman / Pershing Square eine große Microsoft-Position auf, im Video etwa 15 % des Fonds, plus Aufstockung bei Amazon und Uber. Zwei große Namen, zwei Richtungen, dieselbe Aktie. Wer nur eine Headline liest, liegt falsch.
Hedgefonds: KI-Infrastruktur statt heißer Software
Ray Dalio / Bridgewater stockt laut Video auf bei Nvidia, Broadcom, Micron, TSMC. Die Kurzfassung fürs erste Quartal 2026: viele große Bücher rotieren Richtung Chips, Rechenzentren, Infrastruktur – und reduzieren Software, die schon heiß gelaufen ist. Der Nasdaq-100 wirkt in Teilen genau so.
Wer die zweite Reihe statt nur Nvidia will, findet den längeren Blick unter den KI-Nebenwerten.
Politiker-Trades: legal gemeldet, trotzdem scharf
Bekanntes Paar: Nancy und Paul Pelosi, über Jahre mit großen Tech-Gewinnen, früher Nvidia-Einstieg. Spannender fürs Timing 2026 sind frische Meldungen.
Josh Gottheimer (Demokrat, Repräsentantenhaus, früher Microsoft): mehrere kleinere AMD-Käufe im April 2026 (Range 1.000–15.000 USD), dazu Infineon. Der dickere Brocken: Microsoft-Calls, Strike 320 USD, Ablauf Juni 2026, Range 500.000–1.000.000 USD – plus eine zweite Call-Tranche Strike 325 USD, 50.000–100.000 USD, gekauft im März 2026. Kurze Wette, hoher Hebel. Hebelprodukte können den Einsatz komplett verlieren; Mechanik steht unter Derivate einfach erklärt.
Donald Trump über einen Trust: in den ersten drei Monaten 2026 etwa 3.600 bis 3.700 Einzeltrades, Gesamtwert in der Pflicht-Range 220 bis 750 Millionen USD. Schwerpunkt Tech und KI: Nvidia, Microsoft, Amazon, Meta, Broadcom, Oracle, Adobe, ServiceNow, Dell, Motorola, Texas Instruments, Apple. Viele Tickets 1–5 Millionen. Verkäufe ebenfalls bei Microsoft, Amazon, Meta. Das ist aktiv gemanagtes Groß-Tech, kein Geheimdepot voller Penny-Stocks. Ausführung laut Video durch Beauftragte des Trusts, nicht „eigenhändig im Oval Office“. Öffentliche Bemerkungen zu Titeln wie Dell lagen zeitlich nah an Kursbewegungen – Korrelation, kein Gerichtsurteil.
Weitere Meldungen aus dem Video:
- Sarah Jacobs: Qualcomm-Verkauf 500.000–1.000.000 USD, 6./7.05.2026
- Jonathan L. Jackson: Visa-Verkauf 50.000–100.000 USD, 24.04.2026
- Byron Donalds: Marvell Technology, 1.000–15.000 USD, Kauf 02.04.2026 – bis zur Veröffentlichung der Meldung rund 70 % Plus. Kleine Position, krasses Timing-Fenster
Und der Aktivitäts-Rekord im Clip: ein Abgeordneter (im Video mit Ro Khanna in Verbindung gebracht) mit etwa 38.050 Trades von Januar 2024 bis April 2026 und einer Outperformance von rund 112 Prozentpunkten gegenüber dem S&P 500. Einzelkäufe oft klein (1.000–50.000 USD): JPMorgan, Amazon, Meta, Microchip. Viele Tickets, nicht unbedingt riesige Schecks.
Diese Aktien handeln Politiker am häufigsten
Kein Geheimzirkel, eher Nasdaq-Alltag:
- Nvidia
- Microsoft
- Alphabet
- Amazon
- Apple
- Broadcom
- AMD
- Meta
- Micron
- ASML
ASML fällt aus dem US-Konsum-Raster: Maschinenbauer für Chipfabriken, hohe Marktkapitalisierung, klassische KI-Zulieferkette. Der Rest ist das, was sowieso in jedem zweiten Depot liegt.
Was du damit anfangen kannst – und was nicht
Insider- und Politiker-Trades sind ein Argument unter mehreren, kein Ersatz für eigene Arbeit. Wenn du eine Aktie sowieso prüfst und jemand mit historisch guter Spur dort nachlegt, kann das die These stützen. Wenn dieselben Leute verkaufen, während der Chart noch grün ist, darf man nachfragen. Nachkaufen, nur weil ein Name im Kapitol auftaucht, ist Nachahmung, keine Strategie.
13F kommt spät. Options-Strikes können wertlos verfallen. Bandbreiten von 1.000 bis 15.000 USD sind für ein US-Depot Lärm. 750 Millionen in einem Trust sind eine andere Liga als 50 € Sparplan bei Scalable Capital *.
US-Titel handelst du bei Bedarf tiefer über CapTrader *. Spread und Handelszeit bleiben dieselben Regeln wie immer: keine Market-Order nachts in einem dünnen Namen.
Für wen geeignet – und für wen eher nicht
Eher ja, wenn du Filings als Hintergrund liest und einen ETF-Kern behältst. Grundlagen: ETF einfach erklärt.
Eher nein, wenn du aus jeder Pelosi-Meldung einen Hebel machst. Dann ist das hier Unterhaltung mit Kursrisiko.
Fazit
Die Wale rotieren 2026 Richtung Infrastruktur und ausgewählte Plattformen, raus aus manchen Klassikern. Politiker-Listen zeigen dieselben Tech-Namen plus ein paar scharfe Optionen und ein paar skurrile 70-Prozent-Fenster. Ein voreiliger Nachkauf ist nicht immer sinnvoll. Vergangenheit schlägt den Index nicht automatisch in der Zukunft. Und ja: Einzelaktien können fallen, Optionen können auf null laufen.
Häufige Fragen
Soll ich Buffett oder den Kongress kopieren?
Nein. Du siehst alte Fotos eines Portfolios, keine Live-Order.
Sind Politiker-Trades illegal?
Die hier genannten sind gemeldete, also im System vorgesehene Trades. Ob jemand Informationsvorsprung hat, ist eine andere Debatte als „steht in der Datenbank“.
Wo prüfe ich das selbst?
US-13F und Congressional-Disclosure-Portale. Zahlen aus dem Video: Stand rund Ende Mai / 06.06.2026.
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Hinweis: Das ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung, genannte Aktien oder Optionen zu kaufen oder zu verkaufen. 13F- und Politiker-Meldungen sind verzögert und unvollständig. Kurse können steigen und fallen, Hebelprodukte können zum Totalverlust führen. Links mit * sind Werbe- oder Affiliate-Links. Stand der Einordnung: 20.09.2026, Zahlen im Text aus dem Video vom 06.06.2026.